Jack Pham:
Jack Glockenbach München

Zuerst kochte er für Schulkameraden. Heute begeistern die wohl klingenden und schmeckenden Gerichte des Vietnamesen Jack Pham ganz München-Glockenbach. Wer keine Zeit hat, das Restaurant des Gründers zu besuchen, lässt sich die fernöstlichen Genüsse einfach nach Hause liefern.

"ICH MÖCHTE MICH IMMER WEITERENTWICKELN"

Jack Pham weiß, wie er Bayern die vietnamesische Küche näherbringt. Im Gespräch erzählt der Münchener Restaurantinhaber von den Vorteilen klingender Rezeptnamen, digitalen Gastronomiekonzepten und einem außergewöhnlich hohen Anteil weiblicher Gäste.

Herr Pham, Sie sind Inhaber des Jack Glockenbach. Ein ungewöhnlicher Name für ein vietnamesisches Restaurant...

Glockenbach habe ich wegen des gleichnamigen Münchner Stadtteils gewählt, in dem ich mein Restaurant eröffnet habe. Und dank meines Vornamens davor wissen die Besucher sofort, mit wem sie es zu tun haben. Mir war es wichtig, dass man den Namen des Restaurants einfach aussprechen kann und er nicht nur für asiatische Gäste schön klingt.

Wie kamen Sie auf die Idee, sich als Gastronom selbstständig zu machen?

Schon als Kind war mir klar, dass ich später ein Restaurant eröffnen möchte. In Vietnam habe ich einmal für meine ganze Schulklasse gekocht: Eine Vorspeise und drei Hauptgänge - einen davon sogar nach meinem eigenen Rezept. Später bin ich als "Essenstourist" viel gereist, um neue Gerichte zu entdecken. Als ich nach Deutschland kam, bin ich im Restaurant meines Bruders in die Lehre gegangen. Danach habe ich dann beschlossen, mich in München selbstständig zu machen.

Welche Rolle spielen digitale Technologien für Ihr Konzept?

Ein Restaurant zu führen bedeutet heutzutage nicht nur zu kochen, sondern auch, sich mit digitalen Vermarktungs- und Vertriebsformen auszukennen. Deshalb halte ich mich online immer auf dem Laufenden und versuche, meine Kunden über Social Media und Empfehlungsplattformen wie Yelp oder TripAdvisor zu erreichen. Ein gutes Beispiel dafür ist auch der Lieferservice Foodora...

...mit dem Sie mittlerweile zusammenarbeiten.

Richtig. Über Foodora können sich Kunden frisch zubereitetes Essen aus meinem Restaurant direkt nach Hause liefern lassen. Toll ist, dass wir den Zeitpunkt festlegen können, wann das Essen aus der Küche abgeholt werden soll. So sind wir flexibel, wenn es vor Ort sehr viel zu tun gibt, und können umgekehrt auf eilige Bestellungen reagieren.

Welchen Rat geben Sie angehenden Gründern mit auf den Weg?

Du musst innerhalb kurzer Zeit sehen, ob etwas erfolgreich ist oder verändert werden muss. Die größte Herausforderung ist daher, eine neue Idee auch umzusetzen und sich stetig weiterzuentwickeln. Ich zum Beispiel habe nach sieben Jahren als Gastronom noch eine Ausbildung zum Sommelier gemacht. Das war eine tolle Erfahrung und hat sich nicht nur für die Weinauswahl gelohnt: Mittlerweile sind mehr als die Hälfte unserer Cocktails Eigenkreationen.

Der digitale Eindruck zählt

Die warme Empfehlung eines Gasts kann bares Geld wert sein - besonders, wenn sie auf der ganzen Welt einsehbar ist. Jack Pham setzt daher auf die Vorteile digitale Bewertungsportale, den Austausch via Social Media und Services wie Foodora: Wo sich andere Lieferdienste fast ausschließlich auf Imbissbuden und Pizzerien beschränken, liefert Foodora nach kurzer Bestellung per App Köstlichkeiten aus gehobenen Restaurants - in auffällig pinken Boxen und umweltfreundlich per Fahrrad.

Von Kokosinseln und Nudelstraßen

Im Münchener Restaurant Jack Glockenbach verbindet der vietnamesische Gastronom Jack Pham gutes Essen mit asiatischer Genusskultur. Wo andere Speisekarten schlicht Huhn und Rind als Hauptgericht aufführen, präsentiert Pham seinen Gästen kulinarische Themenwelten - etwa den Kokostsunami oder die Ente im Kokosteich. Den Großteil der Karte des Jack Glockenbach machen aber vegetarische und vegane Gerichte aus. Vor allem Kundinnen wissen das zu schätzen: 90 Prozent von Phams Gästen sind weiblich.

www.jack-glockenbach.de

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