Renate und Mike Masurczak

Inhaber des Bistros "dreiRaum"

Renate und Mike Masurczak

Inhaber des Bistros "dreiRaum"

Sehen Sie im Video, wie die Liebe zum Detail das "dreiRaum"-Bistro zum Erfolg macht.

Herr Masurczak, zusammen mit Ihrer Frau haben Sie im Herbst 2010 das "dreiRaum" eröffnet. Dabei sind Sie doch gar keine Gastronomen, oder?

Mike Masurczak: Das stimmt, wir kommen beide aus dem Bankbereich. Eigentlich wollten wir uns nur ein halbes Jahr aus dem Job zurückziehen – aber dann sahen wir diese Anzeige: Pächter für kleines Bistro gesucht ...

… und haben gleich die Chance ergriffen?

Renata Masurczak: Es passte einfach alles: Der Zeitpunkt war richtig, das Bauchgefühl stimmte und wir waren bereit für den nächsten Schritt. Nach zwei Wochen hatten wir die Schlüssel, nach vier Wochen haben wir eröffnet.

Welche Qualifikation braucht es dazu?

MM: Spaß, Ausdauer und Leidenschaft. Praxiserfahrung hatten wir ehrlich gesagt kaum, wir haben alles im kleinen Rahmen erlernt.

Was ist Ihre größte Herausforderung im "dreiRaum"?

MM: Unser eigener Anspruch, jedem immer wieder gerecht zu werden. Wir haben es mit einem breiten Publikum zu tun, das vielfältige Ansprüche an Gastronomie, Essen und Getränke stellt. Jede Erwartung zu erfüllen, ist nicht immer leicht.

25 Prozent der befragten Café- und Bistro-Betreiber würden einen anderen Standort wählen – warum ist das so?

RM: Der Standort ist wichtig für den Erfolg, deshalb sollte man ihn sich sehr genau anschauen. Wir haben hier praktisch keine direkte Konkurrenz, das ist perfekt.

Brauchen Gastronomen verlässliche Unterstützer?

RM: Auf jeden Fall! Erfahrene Lieferanten, die wissen, was uns fehlt, und dazu auch noch zeitnah liefern können, sind eine großartige Hilfe.

Mehr als 20 Prozent der Befragten träumen davon, ihr Geschäft zu erweitern. Ist für Sie das "vierRaum" oder "fünfRaum" eine Option?

RM: Wir haben viele Gäste und gute Mitarbeiter – ich bin vollkommen zufrieden. Mein Mann aber würde gerne etwas Größeres haben …

MM: Nicht unbedingt größer, aber vielleicht einfach noch etwas anderes dazunehmen. Es gibt immer wieder Dinge, wo ich denke: Da könnte man sich noch mal beweisen.

Welchen Tipp geben Sie Gründern im Gastronomiegewerbe?

MM: Realistisch bleiben und nicht gleich den großen Wurf planen. Lieber alles Schritt für Schritt in der Praxis erlernen. Das ist unser persönliches Erfolgsrezept.

War es die richtige Entscheidung, sich selbstständig zu machen?

RM: Es ist das Beste, was wir je gemacht haben! Wir können uns beide schon lange nicht mehr vorstellen, im Angestelltenverhältnis zu arbeiten.

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