„BEI UNS WIRD DIE ZUBEREITUNG ZUM ERLEBNIS“

Mit ihren Foodtrucks sorgt die Burrito Bande für köstlichen Aufruhr zur Mittagspause und auf Events. Ihre Angebote werden live zubereitet – 100 Prozent transparent –, nicht nur auf der Straße, sondern auch auf Facebook, wie Gründer Jan Dinter erklärt.

Herr Dinter, wie entstand die Idee, Burritos in deutsche Innenstädte zu bringen?
Damals haben Mitgründer Oliver Meiser und ich viel experimentiert und gemerkt: Burritos mit Barbecuetouch – das ist eine geile Kombination. Wir fanden es spannend, diese Idee mit dem Foodtrucktrend zu kombinieren. Seit zwei Jahren verkaufen wir unsere Produkte bei unseren „Mittagsüberfällen“ an Orten mit viel Büropublikum und geringem Mittagsangebot.

Ihr zweites Standbein ist das Cateringgeschäft…
Richtig. Wir bieten klassisches Catering und Eventcaterings. Hier buchen die Kunden nicht nur unsere Burritos, sondern vor allem den Entertainmentfaktor – unser Team bereitet das Essen im Foodtruck vor Ort live zu. Für die Gäste ist das oft das Highlight des Abends.

Haben Sie eine Erklärung für den Erfolg dieser Live-Cookings?
Ich denke, es ist die Neugier der Gäste, der Blick hinter die Kulissen. Die Zubereitung selbst wird zum eigentlichen Erlebnis. Wir interpretieren Erlebnisgastronomie sozusagen neu. Ein weiterer Faktor ist sicher auch die Interaktion mit unseren Gästen, die wir fast alle duzen.

Stichwort Interaktion: Welchen Stellenwert haben Facebook und Co. für euch?
Der gesamte Bereich Social Media ist sehr wichtig für die Kontaktaufnahme und auch, um Feedback zu erhalten – egal ob positiv oder negativ, denn niemand ist perfekt. Wir gehen ehrlich und konstruktiv mit Kritik um. Die meisten Probleme lassen sich so leicht lösen. In knapp drei Jahren mussten wir bisher keinen Beitrag löschen. Darauf sind wir sehr stolz.

Wirkt sich der Einsatz von Social Media auch auf den Geschäftserfolg aus?
Natürlich sind solche Plattformen verkaufsfördernd, genauso wie unsere Website. Denn potenzielle Kunden müssen uns vertrauen, und das erfordert Transparenz. Wenn sie nachvollziehen können, was wir gemacht haben, wo wir waren etc., und die Chance haben, das Feedback anderer Kunden einzusehen, bauen sie dieses Vertrauen auf.

Aus eigener Erfahrung – welche Eigenschaften sollten Gründer unbedingt mitbringen?
Es ist vor allem wichtig, mutig zu sein und jeden Tag für seine Idee zu kämpfen. Zudem sollte sich jeder Gründer regelmäßig kritisch hinterfragen und schauen, ob er sich nicht verrennt. Zuletzt gehört auch Demut dazu – denn Erfolg ist niemals selbstverständlich.

Soziales Eat-back

Von #burritomoments über Tortilla-Facts bis zur wöchentlichen Menüvorschau – per Facebook, Twitter und Instagram sind Fans der Burrito Bande zu jeder Zeit über die kommenden „Überfälle“ informiert. Wem’s nicht schmeckt, der kann der Bande über Social Media problemlos seine Meinung sagen, Rückmeldung inklusive. Das ist nicht nur authentisch, sondern schafft vor allem Kundenvertrauen.

Mund auf, Burrito-Überfall!

Wenn die Burrito Bande ihre Foodtrucks sattelt, wird niemand hungrig zurückgelassen. Seit fast drei Jahren setzen Jan Dinter, Oliver Meiser und ein Dutzend Mitarbeiter auf „SlowFastFood“ und raffinierte Burritos in mittlerweile 19 deutschen Städten. Wer sich die selbst ernannten Foodrevoluzzer ins Haus holt, wird Zeuge einzigartiger Live-Cookings, bei denen die Zubereitung selbst zum kulinarischen Event wird. Eben alles, nur kein 08/15-Catering.

www.catering-burritobande.de

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